Erfinder des Computers, Konrad Zuse, wäre heute 100
Heute wäre Konrad Zuse 100 Jahre alt geworden. Der deutsche Erfinder entwickelte 1941 den ersten funktionsfähigen, programmierbaren Computer der Welt. Bereits 1938 entwickelte er mit der Zuse Z1 seine Vision eines «mechanischen Gehirns» im elterlichen Wohnzimmer. Die Maschine sollte die mühseligen, monotonen Rechenaufgaben automatisieren, die dem Bauingenieur schon während seines Studiums an der TU Berlin lästig waren.
1941 baute Zuse in den Räumen des Ingenieurbüros, das er inzwischen gegründet hatte, die Z3. Es war ein vollautomatischer, in binärer Gleitkommarechnung arbeitender Rechner mit Speicher und einer Zentralrecheneinheit aus Telefonrelais. Die Z4 gilt heute als erster funktionsfähiger Computer der Welt.
Nach mehreren Zwischenstationen kam Zuse nach Hinterstein im Allgäu. Die Z4 wurde in einem Pferdestall in Hopferau bei Füssen wiederaufgebaut. Der Erfinder hielt seine Familie mit Malen von Gemsen in Öl für US-amerikanische Touristen über Wasser.
1949 spürte Prof. Eduard Stiefel von der ETH Zürich Zuse im Allgäu auf und ließ sich die Z4 vorführen. Mit ihm kam ein grosszügiger Mietvertrag zustande, der Konrad Zuse die notwendigen Mittel verschaffte, um die Zuse KG zu gründen. 1950 war die Z4 an der ETH Zürich der einzige funktionierende Computer in Europa und der erste kommerzielle Computer weltweit. 
Quelle: Bildarchiv ETH-Bibliothek, Zürich.
Die Z4 steht heute im Deutschen Museum in München und gehört seit 1988 zur Ausstellung über Informatik.

Quelle: Wikipedia (Wikimedia Commons)


