ruf

06.07.2010

Steinbockstarkes VisiWeb

Die Ruf Gruppe liefert das Gesamtsystem für die Fahrgastinformation in den 15 neuen Zweispannungstriebzügen der RhB. Der neue «ALLEGRA»-Triebzug ist das Paradepferd der RhB. Ab Mai 2010 fahren die ersten fünf Triebzüge hauptsächlich über den Berninapass und bald auch von Chur nach Arosa sowie Davos. Bis März 2011 werden alle 15 modernen Zweispannungstriebzüge im Regelbetrieb eingesetzt

Die Beschaffung des neuen Triebzuges hatte zur Aufgabe, sowohl die Kapazität zu vergrössern wie auch die Effizienz zu steigern. Auch die vielen Besonderheiten der RhB, die oft auf kurvigen Bergstrecken und in harten Witterungsbedingungen unterwegs ist, wurden berücksichtigt. Und das Resultat lässt sich sehen: Der neue Triebzug entspricht den Wünschen und Erwartungen des modernen Kunden - er ist komfortabel, behindertengerecht, klimatisiert, leistungsstark und mit Informationssystemen ausgerüstet. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der RhB am Markt gestärkt.

Visuelle und akustische Informationssysteme
Zum Lieferumfang gehören moderne 24“-TFT-Monitore in den Fahrgasträumen und Matrixanzeigen im Frontbereich und an den Seiten.

Die 24“ Monitore mit einer Auflösung von 1920x1200 sind vollständig in das Innenraumdesign der Züge integriert und dienen der Darstellung von Fahrplaninformation und Multimediainhalten. Die Fahrplaninformation besteht aus einer Perlschnur mit den Sollzeiten aus dem Fahrplan. Bei Bedarf werden Verspätungen, Zusatzinformationen und Sondermeldungen angezeigt. Die Multimediainhalte sind in einer Playliste, einer Abfolge von Inhalten mit definierter Anzeigedauer, organisiert. Die Bilder und Texte und die dazugehörige Playliste werden über die Datenplattform auf die Fahrzeuge verteilt. Triggerpunkte im Fahrplan steuern den Anzeigezeitpunkt.

Die LED-Seitenanzeigen haben eine Auflösung von 240x24 Pixel und zeigen grundsätzlich die Liniennummer sowie die nächste Via-Station und das Ziel an. Zusätzlich können Symbole für unbegleitete Züge, Freitexte, vordefinierte Sondertexte und Wagennummern dargestellt werden. Der Wechsel zwischen den Darstellungen erfolgt in einem definierten Takt. Die Frontanzeige in DOT-LED Technologie zeigt standardmässig die Liniennummer und die Zielstation. Wahlweise können die im Fahrplan hinterlegten Sondermeldungen oder Freitexte manuell aktiviert werden.

Die Akustikkomponenten sind über Ethernet mit dem Ruf-Rechner verbunden, die Steuerung und Verteilung im Zweispannungstriebzug erfolgt digital über Ethernet. Normalerweise werden alle Wagen im Zweispannungstriebzug mit den Haltestellenansagen beschallt. Für Reisegruppen oder Gesellschaften besteht die Möglichkeit, die Wagen mit Musik oder einem Funkmikrofon zu beschallen.

 

Die Fahrzeuggestaltung
Die Front des «ALLEGRA» ziert das Bündner Kantonswappen. Es symbolisiert das Selbstbewusstsein und das Bekenntnis der RhB zum Kanton Graubünden. Der untere Teil des Führerstands mit der zur Spitze laufenden Form und dem geraden, nach hinten gewölbten Führerstandsfenster verleiht dem Fahrzeug Kraft und Stabilität, aber auch Dynamik. Die Lackierung der neuen Triebzüge in RhB-Rot orientiert sich am bestehenden Rollmaterial. Die Fenster werden auf ihren Zwischenstreben mit einer dunklen Farbe verbunden und wirken so zusammengefasst. Trotz der kurzen Wagenlänge und den verschiedenen Fensterhöhen wird das Erscheinungsbild dadurch wesentlich beruhigt, und die Zugkomposition, bestehend aus Triebzug und Verstärkungswagen, bildet optisch eine Einheit.  Die RhB chauffiert ihre Kundschaft nicht nur durch eine spektakuläre Bergwelt, sondern auch durch die Kulturlandschaft Graubündens mit ihrem traditionellen Baustil. Das Innendesign des «ALLEGRA» nimmt diese Baukultur auf und interpretiert sie neu. Mit demselben Ansatz hat es die aktuelle Bündner Architektur im Übrigen zu Weltruhm gebracht. Die Monitore der Fahrgastinformation wurden an den Abteilwänden in mit schwarzem Glas belegte Horizontalstreifen integriert. 

Datenplattform
Die Ruf Datenplattform ist zuständig für den Datenaustausch zwischen den Triebzügen und der stationären Zentrale der Rhätischen Bahn. Die Datenplattform versorgt die Fahrzeuge mit Onlinemeldungen, Anschlussmeldungen, Playlisten oder Fahrplan-Updates. Umgekehrt werden von den Fahrzeugen Positionsdaten und Logdaten zur stationären Zentrale übertragen. Die Datenplattform ist ausgelegt auf einfache Erweiterbarkeit. Dies bedeutet einerseits die Einbindung von neuen Applikationen, andererseits die Anbindung von neuen Fahrzeugen und Fahrzeugtypen. Die Verbindung zwischen den Fahrzeugen und der stationären Zentrale erfolgt über WLAN oder UMTS.